Einmal Hölle – ohne Rückfahrt!


Samstag Nacht: Nach massiven Übergriffen und Attacken von Zürcher Fußball-Fans auf das begleitende SBB-Bahnpersonal und die Transportpolizei hat das Personal auf offener Strecke die Notbremse gezogen und ist per Pedes aus dem Zug geflüchtet.

Das aktuelle Vorkommnis ist der vorläufige Gipfel sich wohl schon länger hinziehender Auseinandersetzungen …

Vor zwei Wochen

“Anlässlich eines Raiffeisen Super League Spiels zwischen dem FC Basel und dem Grasshopper Club Zürich ist es am 18. April auf der Rückfahrt des Fanextrazugs von Basel nach Zürich zu gewalttätigen Übergriffen und Sachbeschädigungen gekommen. Dabei haben einige vermummte militante Personen die Mitarbeitenden der SBB im mitfahrenden Zug massiv verbal und physisch bedroht sowie attackiert. Obschon mitreisende Fussballfans versucht hatten, das Zugspersonal gegen Angriffe zu schützen, mussten sich die SBB-Mitarbeitenden im Zug verbarrikadieren und gegen die Übergriffe zur Wehr setzen.

Mutmasslicher Auslöser dieser gewalttätigen Ausschreitungen war eine von der Kantonspolizei Basel-Stadt im Auftrag der Staatsanwaltschaft durchgeführte Durchsuchung des in Muttenz/Pratteln abgestellten Fanextrazugs während des Fussballspiels. Die Durchsuchung des Fanextrazugs erfolgte unter Berücksichtigung und Einhaltung der rechtlichen Grundlagen.“

Ende Mai, nun auf dem Rückweg von Lausanne

„Am vergangenen Samstag ist es im Anschluss an das Raiffeisen Super League Spiel zwischen dem FC Lausanne-Sport und dem Grasshopper Club Zürich auf der Rückfahrt nach Zürich erneut zu massiven gewalttätigen Übergriffen und physischen Attacken gegen das Zugspersonal der SBB und gegen Mitarbeitende der Transportpolizei gekommen. Aufgrund der Gewaltbereitschaft und der Bedrohung einer kleinen Gruppe von vermummten Personen mussten das Zugspersonal und die Transportpolizei auf der offenen Strecke die Notbremse betätigen und aus dem Zug fliehen. Aufgrund der Ausschreitungen verkehrte der Fanzug in der Folge nur noch bis Biel und musste wegen laufender Bauarbeiten und der Verspätung dort bis in die frühen Morgenstunden abgestellt werden.

Dennoch konnte im Laufe der Nacht Zugpersonal gefunden werden, welches bereit war den Zug noch bis Zürich zu begleiten. [Respekt!]

Dazu eine aktuelle Reaktion vom Zürcher Hauptbahnhof.

(VBZ = Verkehrsbetriebe Zürich, meint hier die Tram-Wartehäuser am Zürich HB)

Grundsätzlich …

Grundsätzlich macht die SBB nach eigenen Angaben gute Erfahrungen mit Fantransporten in Extrazügen gemacht. Dabei würden die Fangruppen in Extrazügen gefahrten und so von anderen Kunden in fahrplanmässigen Zügen getrennt. Für die Planung und die Durchführung der Fanfahrten stünde die SBB in regelmässigem und gutem Kontakt mit den Fussballclubs, den Fanorganisationen und den Verantwortlichen der Swiss Football League (SFL) und dem Schweizer Fussballverband (SFV).

Gemeinsam gegen Gewalt

„Die SBB, der Grasshopper Club Zürich und die Swiss Football League verurteilen die gewalttätigen Übergriffe gegen Personen und die Sachbeschädigungen in aller Deutlichkeit. Für Manuel Huber, CEO der Grasshopper Fussball AG, sind die Vorfälle der vergangenen Wochen «absolut nicht tolerierbar». «Einmal mehr haben einige wenige gewaltbereite Personen den Sport missbraucht und mit ihren verwerflichen Taten die 99 Prozent gewaltlosen und am Sport interessierten Fans in Mitleidenschaft gezogen», so Huber. Für die SBB sind jegliche Tätlichkeiten gegen Mitarbeitende absolut inakzeptabel und werden in jedem Fall geahndet. “

Fazit

    1. Wer randaliert, andere attakiert, Betriebseinrichtungen und Rollmaterial beschädigt und/oder Personal bedroht muß neben strafrechtlichen Konsequenzen damit rechnen, daß seine Fahrt unter- oder abgebrochen wird. Zudem hat sich die «Reise» um Stunden verzögert.
    2. „Die SBB hat in Absprache mit den Fankontaktpersonen beschlossen, dass an den kommenden Wochenenden kein Fanextrazug für Fahrten zu Raiffeisen Super League Spielen des Grasshopper Club Zürich zur Verfügung gestellt wird.“

      Wer sich nicht benehmen kann, kommt in keinen Zug mehr rein oder schlimmer noch: muß laufen!

    3. Gewalt geht gar nicht!

Quellen

  • Zitate, so nicht anders angegeben: SBB,
  • Twitter: Gleisturbine
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