Kulinarischer Halt … in Duisburg (2)


Wieder einmal kamen wir aus fernen Landen in Düsseldorf Flughafen an. Unsere Mägen hingen mal wieder auf den Knien: Im Hotel hatte es ein fantastisches Frühstück mit einem Rührei, geschmorter Paprika, Auberginen und Tomate gegeben. Verschweigen wir lieber das Essen im Flieger, obwohl es da WENIG (!) zu verschweigen gibt. Nun war es 20:10 Uhr und das Rennen Richtung Heimat startete …

„Unser“ Zug würde um 21:15 Uhr abfahren, wobei wir uns nicht sicher waren, ob wir ihn erreichen würden. Koffer am Band aufnehmen, durch den Zoll, SkyTrain … Gegen 20:35 Uhr standen wir auf dem Bahnsteig – wir waren noch nie so schnell!

„Mit «Irgendwas» nach Duisburg und Proviant aufnehmen“ gab Harald als Parole aus. Ich nickte zustimmend.

Wenige Minuten später ging es mit der Eurobahn Richtung Dortmund weiter, die wir in Duisburg Hbf – schon eine Station später – wieder verließen. Im Zug hatte ich Harald auf ein wunderbares Brötchen der Bäckerei Müller eingenordet. Ich hatte dort vor Jahren deren Köstlichkeiten genossen: siehe Kulinarischer Halt … in Duisburg (1) Aber manchmal kommt es anders als man denkt. Samstag Abend gegen 21 Uhr war die Bäckerei geschlossen, wir drehten und landeten bei lecker Wurst im Gang nahe Gleis 4.

Die Speisekarte war eine lange Liste von Ruhrpott-Köstlichkeiten. Doch es gab auch Krakauer und Käsekrainer, wie ich wohlwollend bemerkte. Ein großes Schild wies darauf hin, dass die Würste vor Ort von einem Handwerksbetrieb (!!!) hergestellt worden seien. Mangels Gästen waren wir sofort dran: Ich bestellte eine «Currywurst mit Pommes und Ruhrpott-Currysoße» zum angenehmen Preis von 5 Euro, Harald hörte und bestellte ein „Ich auch!“. Während die nette Würstel-Braterin sich ans Werk machte sondierten wir die Getränkelage. Mir fiel ein schön gekühltes Ruhrpott-Getränk Namens KöPi in die Hände – perfekt! Ich hörte Haralds „Ich auch!“.

Die Speisen waren flugs bereitet, wir zahlten schon mal und schauten trotzdem auf die Uhr: Noch 14 Minuten! Geht doch! In einer großen Plastikschale lag die Wurst, überdeckt von einer wohl eher «großen Pommes» (man knausert dort nicht mit den Pommes!). Darüber kam die Ruhrpott-Soße. Wir genossen in aller Ruhe die wunderbare Wurst und diese Soße milder, angenehmer Schärfe. Darin auch Stückchen von roter Paprika. Ich hätte fragen sollen, ob sie hausgemacht sei.

Die Zeit lief unerbittlich weiter!
Doch pünktlich waren wir fertig und Züge warten nicht! Wir dankten der netten Dame am Wurststand und eilten wieder los.

„Harald, stopp – noch ein Foto für den Bahnblog!“ rief ich.
„Komm weiter, keine Zeit mehr!“

Wir kamen auf den Bahnsteig, der Zug fuhr ein. Auf dem Heimweg diskutierten wir die Punkte: Qualität: einstimmig drei Loks, aber der Preis. Ich erwägte zwei Loks (fair), oder auch eine Lok (günstig, wenn nicht sogar «sau günstig»). Eine Lok (günstig) finde ich zwischenzeitlich OK.

Aktennotiz

Beim nächsten Stopp in Duisburg Hbf unbedingt wieder ansteuern, nach der Soße fragen und eine andere Wurst testen, ob sie auch so lecker ist!
 Und: ein Foto machen!

 

Qualität
Eine LokEine LokEine Lok

 

Preis
Eine LokLok leerLok leer

 

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2 Gedanken zu „Kulinarischer Halt … in Duisburg (2)

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