Winterprobleme …


Von einem unbekannten Schneemann auf Schienen der eine Vollbremsung verursachte,  der Entschleunigung der Fernbahnen, Vorbereitungen mittels Weichenheizungen und und und …

Bei Wesenberg in Mecklenburg-Vorpommern hat ein Lokführer einen leibhaftigen Schneemann auf den Schienen erspäht und eine Vollbremsung seines Zuges eingeleitet. Schliesslich hätte es sich beim 1,5 Meter hohen Schneemann im Gleis auch um einen Menschen handeln können. Daher bremste er den Zug sofort und schnell. Es entstand ein Sachschaden von rund 5.000 Euro an der Bremsanlage. Es gabe keine Verletzten. Wahrscheinlich wurde jedoch der Schneemann pulverisiert.

Wintereinbruch: Deutsche Bahn reduziert vorsorglich ICE-Höchstgeschwindigkeit auf 200 km/h

Angesichts des für die nächsten Tage angekündigten Wintereinbruchs mit starkem Schneefall und Eisbildung senkt die Deutsche Bahn (DB) nach eigenen Angaben ab Freitag mit Betriebsbeginn bis auf Weiteres die Höchstgeschwindigkeit ihrer ICE-Züge auf 200 km/h ab. Damit sollen Zugausfälle und Verspätungen durch Flug von Eisklumpen und Schotter vermieden werden. Für die Fahrgäste auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken im Fernverkehr ergeben sich dadurch Fahrzeitverlängerungen von 10 bis 20 Minuten.

Die Reduzierung der Geschwindigkeit betrifft folgende Strecken:

  • Hamburg–Berlin
  • Hannover–Berlin
  • Hannover–Würzburg
  • Mannheim–Stuttgart
  • Köln–Frankfurt/Main
  • Nürnberg–Ingolstadt–München
  • Erfurt–Halle (Saale)/Leipzig

Und im Schweizer Winter-Wunderland?

An Tagen wie heute läuft der Winterdienst der SBB auf Hochtouren. Das SBB Lagezentrum in Bern steuert schweizweit 360 Mitarbeitende und sorgt dafür, dass die Züge trotz Schnee fahren und die Kunden pünktlich ihr Ziel erreichen.
Schaufeln, pflügen, salzen, wischen: Das alles gehört zum Winterdienst der SBB. Fachleute der SBB kontrollierten die Weichenheizungen schon seit dem Frühsommer und stellen Werkzeuge zum Enteisen bereit.

Heizungen für die Weichen

Damit die Weichen nicht vereisen und auch bei Minustemperaturen gestellt werden können, werden sie beheizt. Rund 50 Prozent aller Weichen sind mit einer Heizung ausgestattet, das entspricht in der Schweiz rund 7400 Anlagen. 38 Prozent der Weichenheizungen werden mit Gas und 62 Prozent elektrisch betrieben. Sie schalten sich automatisch ein und aus – je nach Daten der Wetterstation und den Temperaturfühlern an den Schienen. Die Weichenheizungen werden laufend modernisiert und hinsichtlich Energieeffizienz optimiert.

Neu steht der Winterorganisation dank dem neuen Winterindex zusätzlich ein Frühwarnsystem zur Verfügung. Der Winterindex berechnet sich aus Einflussfaktoren wie Kälte und Wind, die den Bahnverkehr beeinträchtigen können. Je höher der Winterindex ist, desto grösser ist die Gefahr, dass sich das Wetter negativ auf den Zugverkehr auswirkt. Dank dem Frühwarnsystem kann die SBB die Mitarbeitenden und die Maschinen gezielter einsetzen und so die Verfügbarkeit der Bahn hoch halten.

Schweiz: Wintersaison, Verspätungssaison?

Trotz sorgfältiger Vorbereitung können Schnee, Eis und Kälte zu Verspätungen führen. Um Eisschlaggefahr entgegenzuwirken, passt das Lagezentrum der SBB die Geschwindigkeit der Züge an, wenn sich viel Flugschnee unter den Zügen ansammelt. Pro Wagen können bis zu vier Tonnen Schnee unter dem Boden anfrieren. In Tunnels oder beim Überfahren von Weichen können sich grössere Eis- und Schneestücke lösen und Schottersteine aufwirbeln.

Auch das Ein- und Aussteigen kann aufgrund höheren Passagieraufkommens länger dauern als an schnee- und eisfreien Tagen. Dank der sorgfältigen Vorbereitung der SBB auf den Winter sind die Züge in dieser Jahreszeit jedoch gleich pünktlich unterwegs wie im Sommer.

Dank & Quelle

Bannerbild: © Jürgen Ehlers; Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung.
Quellen: Deutsche Bahn & Schweizer Bundesbahnen (SBB)

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