Adieu Paris …


Nach dem ereignisreichen, weil vollgestopften Tag, schlief ich wie ein Bär und am zweiten Morgen in Paris blinzelte mir wieder die aufgehende Sonne ins Auge. Wie wunderbar ich mich vom Stress erholt hatte. Nach einem kräftigendem „Tout petit dejeuner“, einem ganz kleinen Frühstückchen, breche ich meine Zelte in Paris ab und bereite innerlich die Rückreise über den Gare du Nord vor.

Vor der Pension atmete ich die frische Morgenluft: „Soll es das schon gewesen sein?“. So zottelte ich unwillig Richtung Metro … dann war da dieses Plakat vor der Metro-Station an einer Litfaßsäule: „Besuchen Sie Lyon!“ mit einem Foto der Notre-Dame de Fourvière. Warum denn eigentlich nicht?

Ich stieg in die Metro, bemerkte, dass ich in der falschen Richtung fuhr, wechselte die Richtung an der übernachsten Station und fuhr zum Gare du Lyon. Da stand er, der TGV, der Stolz der Franzosen: pünktlich, frisch gewaschen und mit gut gefüllten Bistrowagen. Mit einem beherzten Sprung bestieg ich den Wagen und schlug mir heftig den Kopf an. Franzosen müssen kleiner gebaut sein, heftig durchfuhr mich Schmerz. Ich setze mich, es blutet wenigstens nicht.

… Bonjour Lyon!

In Lyon besuchte ich die einschlägigen Kathedralen: die Kathedrale Saint-Jean und die Notre-Dame de Fourvière. Dann zog es mich hinauf zum Tour métallique, einem von Gustave Eiffel errichteten „kleinen Eiffelturm“ von geschätzt rund 100 Metern Höhe.

Ich war schon wieder drei Stationen mit der Metro in die falsche Richtung gereist, als ich das Malheur bemerkte und die Richtung wechselte. „Irgendwie geht mein Leben derzeit in die falsche Richtung!“ dachte ich und lächelte.

Der Straßenname die Straße des ersten Films hatte meine Neugier erregt. Sie befindet sich an der historischen Stelle, an der die Brüder Lumière 1895 den ersten Film der Welt gedreht hatten. Dort gibt es heute im Wohnhaus der Lumières ein Museum zur Geschichte des Films. Ich zog los und staunte nicht schlecht …

Am späten Nachmittag fand ich eine kleine Pension direkt neben einer Brasserie und sah ein Bild vom franz. Starkoch Paul Bocuse mit Widmung an der Wand. Ich fragte irritiert nach und erfuhr, Bocuse käme gebürtig auss Lyon und der Koch der Brauerei hätte – damals – bei Bocuse gelernt. Dem Koch sei die «Schi-Schi-Kocherei» aber «auf den Senkel gegangen» und habe sich entschlossen den Gästen zukünftig ein gescheites, handwerklich gutes Abendessen zu bereiten. Das freute mich, es schmeckte auch bestens bei bezahlbarem Preis!

Siehe auch

Bannerbild: Ralph Schnabel, veröffentlicht mit feundlicher Genehmigung.

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