Kulinarischer Halt … am Wiener Westbahnhof


Neubau des Wiener Westbahnhofs

Wien Westbahnhof …

Mit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2015 wird der Wiener Westbahnhof vom Fernbahnhof zum Regionalbahnhof zurückgestuft. Trotzdem werde ich auf einen Imbiss vorbeischauen.

Für das Verständnis mancher Besonderheiten muss man in die Geschichte schauen. Mit der Errichtung des k & k Eisenbahn-Streckennetzes entschied man sich in Wien einige Kopfbahnhöfe zu errichten. Zwar wurde damals auch der Bau eines Hauptbahnhofs erwogen, aber wieder verworfen. Die Kopfbahnhöfe wurden durch die Stadtbahnen, heute auch U-Bahnen verbunden.

Im Jahr 1838 wurde als erster Bahnhof der Nordbahnhof errichtet: In ihm endeten die Züge aus Brünn, Krakau und Lemberg. Jahre später entstanden der Süd- sowie der Ostbahnhof. Hier fuhren die Bahnen nach Laibach, Triest und Budapest.

Der Westbahnhof wurde Mitte Dezember 1858 als Kaiserin-Elisabeth-Bahnhof in Betrieb genommen. Er war das Highlight der Kaiserin-Elisabeth-Bahn und diente Reisenden für Reisen in die westlichen Landesteile sowie nach Westeuropa.

Zwar wurde der Bahnhof im Krieg durch Bomben zerstört, aber ein Neubau konnte schon im Jahr 1951 eröffnet und unlängst erweitert und renoviert werden.

Anfang Dezember schaute ich mich in der alten, gerade frisch renovierten Bahnhofshalle um und fand eine Filiale des Brötchenimperiums „TRZENŚIEWSKI“. Wie bitte? Ich versuchte nochmals laut auszusprechen. Schon wieder gescheitert. Und erneut. Nein, ich gab auf, erfuhr später, man würde mit dem Slogan werben „Die unaussprechlich guten Brötchen“. Ob das stimmt, wird ein andermal getestet! Versprochen.

Imbissbude

Imbißbuden am Tramterminal vor dem Wiener Westbahnhof

Auf dem Vorplatz fand ich eine Verkaufsstelle für «Wiener Würstchen». Wenn mal schon mal in Wien ist … Also dann: aus dem reichhaltigen Angebot aus dem Wasser und vom Rost fiel die Wahl schwer (Siehe auch dazu Kulinarischer Halt in Wien); Ich nahm eine Burenwurst mit Senf und Semmel. Beides, der Estragonsenf und die Wurst, hatte Stil. Das Würstchen im Biss fest und eine wahre geschmackliche Gaumenfreude.

Die Semmel war hingegen etwas lasch, was der Freude keinen Abbruch tat. Am späten Nachmittag darf eine Semmel zugeben, dass sie schon am frühen Morgen hergestellt wurde.

Am kleinen Tresen neben der Ausgabe wurde schon eifrig zu Abend gegessen, aber ich fand einen Platz. Gerne komme ich wieder und werde die Speisekarte weiter erkunden.

Fazit

Kulinarische Exkursionen möglich, lecker, gerne wieder!

Qualität: 2 Loks
Preise: 1 Lok

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2 Gedanken zu „Kulinarischer Halt … am Wiener Westbahnhof

  1. Was bitte ist eine Burenwurst? Wenn du schon von so etwas „fremdländischem“ schwärmst, dann erklär doch auch bitte einem kulinarisch interessiertem aber dem alpenländischen Sprachgebrauch sprachlos gegenüberstehenden Mitteleuropäer, was er sich darunter vorzustellen hat. Was zeichnet die Burenwurst unter den Wiener Würstchen aus? Wie viele Arten Wiener Würstchen oder Würste kennen die Wiener überhaupt? Hier, in diesem mitteldeutschen kulinarischen Notstandsgebiet kennt man/frau nur eine Sorte Wiener und die sieht mal wie ne Frankfurter oder Brüh- oder Knackwurst oder auch wie ein ganz normales Würstchen aus. Unterschiedlich dick, unterschiedlich lang, mal mit fester Pelle, mal mit Seitling, soll heißen: kaum spürbarer Wursthaut, aber in jedem Fall fast immer gleich geschmacklos, was nur mit viel Senf kompensiert werden kann. Darin gibt es denn allerdings große Unterschiede.

  2. Hallo tutmirnix, vielen Dank für die Anregung. Ich werde mich auf eine „facts finding misson“ begeben und dann detaillierter berichten.

    Wie viele Würstchen es in Wien gibt? Ich werde wohl Jahrzehnte hinreisen müssen, um sie alle zu probieren. Denn: die ehem. Hauptstadt des k & k Reichs hat scheinbar unendlich viele Einflüsse aus den zum Reich gehörenden Ländern erhalten. Und damit auch eine Vielzahl an Wurstsorten.

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