Kulinarischer Halt … in Gelsenkirchen


Ich war „am Ende“ … die Rückreise hatte die letzte Kraft gekostet. Eigentlich sollte ich um die Uhrzeit schon bald Zuhause sein … Und nun auch noch außerplanmäßiger Halt aufgrund des Stellwerksbrands von Mühlheim (Ruhr) in Gelsenkirchen. Die halbstündige Verspätung des ICE in Würzburg hatte sich ausgeweitet und so liefen wir mit einer satten Stunde Verspätung kurz nach 22:00 Uhr in Gelsenkirchen ein. Was nun? Warten auf dem zugigen Bahnsteig?

Mal schauen, was so Imbiss-mässig am Start ist. Ich hatte noch nicht einmal an diese Rubrik gedacht, so „fertig“ war ich. Mit der Rolltreppe runter vom Bahnsteig kam ich in den schön renovierten Bahnhof. Glas, Edelstahl, saubere Rolltreppen. An einer Seite waren zwei oder drei Imbisse. Welchen nehmen? Der rechts war in blaues Neon(?)licht getaucht. Egal. Hinein – ich war im „Topkapi Saray“ gelandet. Es gab eine große Auswahl an türkischen Leckereien. Welche an Spießen und welche, die in auf dem Teller in der Kühltheke angeboten wurden. Hinter dem Tresen standen wohl fünf Bedienungen im Topcapi Saray Look. Zwei Damen flitzten mit Eimern und Wischlappen und wischten und wienerten. Es hatte zur „Normalen Zeit“ wohl einen kleinen Ansturm gegeben, doch das „Topkapi Saray“ war lange noch nicht leer gegessen und auf dem Weg blitzblank zu werden!
Nein, ich wollte nicht suchen und wählen, ich wollte ein Häppchen essen und ein Bier! Und sitzen. Unbedingt wieder sitzen!

Also bestellte ich eine große Pommes mit Ketchup und ein großes Bier. „Bier haben wir leider nicht!“ meinte einer der Bedienungen.
„OK, dann bitte eine Cola!“
„Zum hier essen?“
„Ja, bitte“
„Nehmen Sie bitte Platz, wir bringen …“ brach er ab und wendete sich fix wieder seinem Handwerk zu.

Ich liess mich neben mein Gepäck an den erstbesten Tisch plumsen. Hinten gab es wohl sogar einen kleinen Saal … aber hier vorne war es gerade recht. Ich hatte ja noch 40 Minuten Aufenthalt.

Nach einer Zeit kam Besteck. Ich hatte Durst! Die Cola … endlich kam auch sie und belebte langsam wieder meine Lebensgeister. Nachdem die Frittenschmiede ihr Handwerk erledigt haben kam eine Pommes. Aber was für eine Portion von Pommes. Sie hatte wirklich den Namen „Groß“ verdient. Und lecker war sie auch. Am Rand des ovalen Porzellantellers eine ordentliche Portion Ketchup, die auch wirklich für die gesamte Portion reichte. Lag es an meinem fertigen Zustand? Hatte man etwas bemerkt? Nein, man knauserte wirklich nicht an der Portionsgröße!

Es war an der Zeit: Da meine Lebensgeister wieder geweckt waren zog ich zur Kasse, zahlte die 4,10 Euro für beides. Beim Abschied schaute noch einmal die große Auslage in der Kühltheke an. „Ich muss noch einmal vorbeikommen und Eure türkischen Leckereien probieren! Unbedingt!“ Der Kasserierer lächelte zustimmend.

Das ist der Plan!

Fazit

Qualität: 3 Loks
Preis: 1 Lok

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Ein Gedanke zu „Kulinarischer Halt … in Gelsenkirchen

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