Sprich doch Deutsch mit mir!


ICE3 InnenraumSie tippten im Großraumwagen des ICE 3 eifrig in die Tasten. Beide waren im dunklen Business-Zwirn gewandet. Er mit farbenfroher Krawatte, sie mit noch leuchtenderem Halstuch. Dann und wann tauschten sie auch Worte miteinander aus. „Wie weit hängen wir dem Businessplan hinterher?“ oder „Haben wir in der Projekt-Pipeline auch noch genug Vorlauf?“

Sie hob plötzlich den Kopf: „Haben wir HR-mässig noch genug Manpower?

Gelassen nickte er grinsend. „Notfalls besorgen wir es am Markt – da gibt es derzeit genug Opportunities.“ Er nippte am Kaffe aus seinem Pappbecher. „Denkst Du an die PowerPoint-Präse für das Kick-Off-Meeting mit dem – äh“ er blickte sich um und sprach leiser „mit äh diesem ganz neuen Mandanten?“

„Ja, ja, ok. Ich hab sie schon angefangen. Willst Du ‘nen Preview? Anderes Thema: wie macht sich der Neue?“

„Das Commitment der Gen Y ist schon strange! So Work-Life-Balance über alles. Ich gab ihm die Tage ein Feedback – so Face-to-Face – zu monitoring, task-list und commitment.

Beide tippten eifrig weiter. Dann er: „Sag‘ mal, schreibt man bestellen? Mit einem l oder mit zwei?“

„Mit zwei – lern doch erst mal Deutsch!“

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